Hmnye von Reinhausen

2. Roahauserer san ma- und laß ma uns nix sag`n
obs heute oder morgen uns- zum Gottesacker trag`n.
Holleria, hollero, holleriaho- holleria, hollero, d`Roahauserer san do.
3. Drei und viere fürcht ma net- fünf und sechse a no net,
ham ma a scho achte g`haut- Brüderl, de ham g`schaut.
4. Wer von uns als kloaner Knirps- über`s Dach wird keit
springt auf seine Hinterfüaß- ohne dass ebbs feilt.
5. Ehrenbürger wird bei uns,-wer sich kühn benimmt,
wer mit einem g`stohlnen Sack- übern Regen schwimmt.
6. Wer mal durch Roahausen geht,- kehrt d´Hosentaschen um,
sonst hau`ns ihm das Portemonnaie- damisch oder krumm.
7. Spartakisten gibt`s bei uns- wirklich nur grad g`nua,
Spartaschachteln obendrein- nehmen täglich zua.
8. Pickelhauben kerzengrad- deuten himmelwärts,
doch d´Roahauserer hoassen dös- bloß an Schutzmannssterz.
9. Rengschburg steht scho tausend Jahr- und war immer vorn,
Großstadt is halt dennerst erst- durch Roahausen worn.
10. Champagnerwein, den kenn` mer net- wir trinkmer unser Bier,
und statt an Aufschnitt eß mer halt- fünf Radiwurz dafür.
11. Und wenn ma a des Geld net ham- als wia a Millionär,
so ham ma doch a Kraftnatur- die halt gusseisern her.
12. Wir braucha koa Gymnasium- wir ham ja fünf Talent`,
wir ham an g`sundn Hausverstand- und a Bismarcktemprament.
13. Die Nobeln fahrn zum Wochenend- oft bis zum Königssee,
wir aber fahrn nach Ramspau naus -zur Wimmersheimers Höh.
14. Ein Auto wär halt unser Wunsch- doch tuats a Schnauferl a,
da sitzt der Prinz dann vorne drauf- und hint d`Scholastika
15. Arbeit macht uns Lust und Freud- sie macht ja s`Leben schön,
doch leider müaß ma in der Zeit- so oft zum Stempeln gehn.
Reinhausen 1924
H.H. Religionslehrer Josef Brumbach
Religionslehrer Brumbach war in Kleriker- Kreisen als „Verserlmacher“ bekannt. Er wurde ab 01. Juni 1932 Expositus in Regensburg-Keilberg. Von dort ist bekannt, dass er „seinen“ Keilbergerern eine ähnliche (gleiche?) „Hymne“ gewidmet hat. Pfarrer Brumbach übernahm ab 01. Januar 1937 die Pfarrei Wenzenbach und ist am 21. August 1961 verstorben. Im Friedhof seines Heimatortes Hirschau fand er seine letzte Ruhestätte. Gott hab ihn selig!
Viele alte „Roahauserer“ erinnern sich noch gerne an die markigen Texte des beliebten Religionslehrers.
